Triathlon Münster, 21.06.2009

Heute stand der erste Saisonhöhepunkt des Jahres an: Der heimische Triathlon hier in Münster. Die Sachen schon am Vortag abgeholt und alles gepackt, machten wir uns um kurz vor 10 auf dem Weg, um in die Wechselzone einzuchecken.

Einen schönen Platz haben wir da bekommen, direkt am Ausstieg geradeaus durch. Vorsichtshalber habe ich meinen Platz noch mit Neonband kenntnlich gemacht – als Brillenträger ist das mit dem Finden des richtigen Fahrrads gar nicht so einfach.

Nun gut, das Wetter hat heute schön mitgespielt – so ist das in Münster: Es geht (wenn es drauf ankommt)! Pünktlich um 11 Uhr starteten Chraste und ich und auch noch etliche andere Leute vom Verein auf die 1,5 km Schwimmdistanz im Hafenbecken. Es ging einmal hin-zurück-hin und aus dem Wasser. Das Schwimmen bereitete mir die eine oder andere Schwierigkeit, habe wohl mehr Kanalwasser getrunken als nachher Wasser auf dem Fahrrad. Auch die Orientierung fiel mir nicht so einfach. Nach einer mehr als guten halben Stunde wurde ich aus dem Wasser geholt und machte mich auf in die Wechselzone. Ab aufs Rad – es ging über einen Rundkurs á ca. 20 km, der 2 x absolviert werden musste. Auch hier war wohl die eine oder andere scharfe Kurve zu meistern (was wohl nicht zu vermeiden ist)  und durch den Sturz von vor 14 Tagen habe mich in den Kurven lieber noch ein wenig zurückgehalten, so dass ich immer ordentlich antreten musste, um wieder auf Touren zu kommen. Der Radsplit verlief ohne weitere Zwischenfälle – Chraste habe ich jedoch noch nicht ausfindig machen können.

Beim Wechsel auf die Laufstrecke fühlten sich die Beine die ersten 2 km wie Gummi an und es dauerte wieder ein wenig, bis ich das normale Renntempo aufnehmen konnte. 2 Runden á ca. 5 km (eher etwas weniger) waren zu absolvieren. Allmählich ging es, vom Gefühl her war es jedoch richtig anstrengend geworden. Habe zunächst wohl gedacht, dass ich an meinen Kumpel Chraste herankomme, habe ihn jedoch die ganze Zeit nicht sehen können. Am Ende der ersten Runde rief Marco mir dann zu, dass er über 4 Minuten Vorsprung auf mich hat – da war mir schon klar, dass ich ihn nicht mehr einholen kann. Trotzdem habe ich noch das Tempo forcieren können und ihn dann auf der Gegenseite des Kanals kurz vor dem Wendepunkt vernehmen können. Wir waren zu dem Zeitpunkt wohl so 800 m auseinander.  Er sagte wohl später, dass er sich noch einmal nach mir umgedreht hätte :-) , hat mich jedoch nicht sehen können. Also alles bestens für ihn. So macht Racing natürlich Spass!  Im Ziel noch einen kurzen Endspurt hingelegt und dann fertig, aber sehr zufrieden das Rennen abgeschlossen.

Fazit: Ein tolles Rennen unter sehr schönen Bedingungen und mit richtig tollem Publikum, an dem ich jederzeit wieder teilnehmen würde. Eine schöne Verbesserung der Zeit zum letzten Jahr bzw. Saison. Und man kann wieder was mitnehmen in Sachen Erfahrung und weiter an sich arbeiten. Dabei sollten  einige Leutchen  beachten, dass ein Leistungsniveau eines langfristigen Aufbaus bedarf und die physiologischen Voraussetzungen einfach stimmen müssen, um auch wirklich nach vorne zu kommen. Im Freizeitsport mit leichten :-) Ambitionen, wie wir in betreiben, hat ein Urteilen über anderer Personen Leistung nichts verloren. Daher sollten sich alle, die sich dadurch angesprochen fühlen, einfach mal einen Gang zurückschalten  und ihr eigenes Süppchen kochen.  Ich weiss ja, dass kaum jemand so denkt, trotzdem musste das jetzt einfach mal gesagt werden. So!

Hier noch ein paar Fotos, die My Linh und Daniel geschossen haben (vielen Dank dafür!):

Und hier noch  unsere Zeiten:

Chraste: 2:28:40

Schwimmen 00:30:38
1. Wechsel 00:01:56
Radfahren 01:03:10
2. Wechsel 00:02:04
Laufen 00:50:51

Andy: 2:30:23

Schwimmen 00:34:16
1. Wechsel 00:02:08
Radfahren 01:04:58
2. Wechsel 00:01:45
Laufen 00:47:13

Und hier noch unser Start:


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