Archiv | Juli, 2009

Triathlon Verl, 19.07.2009

20 Jul

Hallo Freunde,

gibt es eigentlich soetwas wie den perfekten Wettkampf? Ich glaube nicht, irgendetwas kommt immer dazwischen – jedoch war dieser am heutigen Sonntag schon ziemlich nah dran.

Im Rahmen der Landesligaveranstaltungen ging es zum letzten Wettkampf in das ca. 75 km von Münster entfernte  Verl auf die Sprintdistanz (0,6-20-5). Im Vorfeld habe ich mir bezüglich der Distanz ein wenig Sorgen gemacht, da die Intensität, je kürzer der Wettkampf ist, umso höher ausfällt. Das hier fand ich in Bezug zur Distanz ganz witzig und ist ein Nachdenken wert: “Triathlon ist wohl der einzige Sport, in denen Wettkämpfe mit 1-1,5 h Dauer “Sprint” genannt werden..” Naja..

Geschwommen wurde im Verler See auf einem Dreiecks-Kurs. Da wir eine Extra-Startzeit hatten, waren wir mit ca. 75 Starten recht wenige, so dass das bekannte Hauen und Stechen im Wasser ausblieb. Das Schwimmen hat gut geklappt, auch der erste Wechsel ohne besondere Zwischenfälle. Ich fühlte mich wirklich frisch.

Auf dem Rad ging es dann über eine 10 km Wendepunktstrecke, die 2 x gefahren werden muss, jedoch auch 2 Wendepunkte enthält, so dass insgesamt das Rad 4 mal auf fast 0 heruntergebremst werden musste. Ist zwar nicht schön, aber wohl nicht immer anders zu organisieren. Das Schöne ist, dass ich  keinerlei Verpflegung mit- und zu mir nehmen musste, wodurch ich mich besser auf das Fahren konzentrieren konnte. Nach ca. 15 km auf dem Rad machte der Himmel seine Pforten auf und es ergoss sich ein sehr starker Schauer, der nach ca. 5 Minuten in mäßigem Regen überging. Leider musste ich dadurch auf dem Rad das Tempo stark reduzieren – ich wollte nicht schon wieder einen Sturz riskieren und diese Kreisverkehre haben es wirklich in sich. Mehr als eine halbe Minute sollte ich dadurch jedoch nicht verloren haben.

Beim Wechsel auf die Lauftrecke blieb diesmal komischerweise das Gefühl, wie auf rohen Eieren zu laufen, aus  und ich konnte schon nach ca. 1 Min. mein Renntempo von ca. 4:40Min./km aufnehmen. Zwischen km 3 und 4 hat mich Mannschaftskollege Jürgen eingeholt, der mit ziemlich grossen Schritten unterwegs war. Ich habe mich an ihm drangehangen und bin hinter ihm die letzten 1,5 km in forciertem Tempo mitgelaufen. Mit einem grandiosen Schlussspurt ca. 100 m vor dem Ziel, den ich mit nur einer Schrittlänge für mich entscheiden konnte,  haben Jürgen und ich uns noch einen Spass gegönnt. Danke an dieser Stelle fürs Ziehen :-)

Fazit: Bis auf Kleinigkeiten wie das Wetter und die Wendepunkte eine tolle Angelegenheit. Für mich persönlich der angenehmste Wettkampf 2009 (bislang).

Zeiten: 1:11:57

Swim incl. T1: 0:14:22

Bike: 0:33:59

Run inkl. T2: 0:23:36

Und hier noch ein Video, was ich dazu gefunden habe:

Brooks-City-Run, 05.07.2009

6 Jul

Für zwischendurch haben wir uns beim 10 km – Lauf im Rahmen des Brooks-City-Runs angemeldet. Spaßeshalber, und natürlich auch, um mal zu sehen, wo wir so stehen. In der letzten Zeit waren die Trainingsumfänge auch bedingt durch die Wettkämpfe und der damit verbundenen Regenerationszeit doch ein wenig zurückgegangen bzw. wurde eher alles, aber nichts richtig trainiert, was jedoch dem Spass an der Sache keinen Abbruch tun sollte.

Der City-Run geht wie jedes Jahr hier in Münster mitten durch die Stadt, auf einem Rundkurs, der 5,75 mal zu absolvieren ist und einen schönen Showdown zum Zieleinflauf am Prinzipalmarkt bietet. Die Strecke ist wegen dem teilweisen Kopfsteinpflaster jetzt nicht das Nonplusultra, jedoch wird dieser Umstand mit dem Außenflair und den vielen Zuschauern entschädigt.

Start ist um halb 8 abends – durch die Hitzewelle der vergangenen Tage war es auch an diesem Tag mit ca. 29 Grad wirklich sehr heiss zum Laufen – was sich während des Rennens auch in der gefühlten Anstrengung bemerkbar gemacht hat.

Nach einem recht flotten Start für meine Verhältnisse musste ich dann Runde für Runde bedingt durch die immer schwerer werdenden Beine ca. 15 Sek. abgeben. Kann mir gut vorstellen, dass ich mal wieder etwas zu schnell gestartet bin, jedoch kam ich bis auf leichte Seitenstiche ganz gut zurecht. Im Ziel musste ich mich erstmal kurz sammeln :-)

Meine Kumpel Chraste und Marcel haben nach dem Rennen auch gemeint, dass es wirklich eine anstrengende Nummer war. Aber gut – jeder hatte so sein Päckchen zu tragen Chraste, der noch ein paar Weizen vom Vorabend zu verarbeiten hatte und Marcel, der am Vortag bis spät in die Nacht gearbeitet hatte. Marcel meinte noch, dass er wohl noch eine bis zwei Runden länger laufen können, was dafür spricht, dass er wohl noch nicht an seine Grenze gestossen war. Sieht man sich die Rundenzeiten an, war er doch recht gleichmässig unterwegs – genau wie Chraste. Eigenartig ist dabei, dass der Körper wohl dem Geist einen Streich spielt, was mir auch schon mal passiert ist: Trotz dem Gefühl, schneller zu laufen, läuft man langsamer. Und da Marcel ohne Uhr gelaufen ist, fehlte ihm dann die Kontrollmöglichkeit.

Trotzdem hat es uns allen gut gefallen.

Und hier unsere Zeiten:

Chraste: 0:54:59: Rundenzeiten: 08:53 – 10:00 – 09:57 -  10:08 – 10:07

Marcel: 0:49:47: Rundenzeiten: 08:44 – 08:46 – 08:52 – 09:02 – 09:14

Andy:  0:47:29: Rundenzeiten: 07:55 – 08:12 – 08:34 – 08:45 – 08:57

- 0:00:14 zu 2008 yeah

Daniel hat noch ein paar gute Fotos gemacht, die ich nach Erhalt hier einstellen werde:

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