Feldmarktriathlon Sassenberg, 02.08.2009

Heute stand lt. Planung für die Mitteldistanz im September ein Trainingswettkampf über die Sprintdistanz an – was konnte da besseres passieren als der Feldmarktriathlon in Sassenberg, der am heutigen Sonntag stattfand. Sassenberg ist eine Kleinstadt, die ca. 35 km entfernt von Münster liegt, mir sonst aber noch nicht grossartig aufgefallen ist.

Die exakte Distanz betrug 0,68-23-5,4 km – ein weiteres Mal, dass die Strecken nicht ganz genau auf den Namen passen, so wie wir es vom Laufsport her kennen. Aber daran werden wir uns wohl gewöhnen (müssen). Geschwommen wurde im Feldmarksee, dem Naherholungsgebiet Sassenbergs. Im Vorfeld war aufgrund der hohen Temperaturen noch nicht klar, ob ein Neoprenverbot erlassen würde – pünktlich um 09.00h wurde jedoch bekanntgegeben, dass der Einsatz von Neoprenanzügen freigegeben würde. Ein Glück für mich – als schlechter Schwimmer freue ich mich über jede Hilfe. Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch nicht ahnen, dass mir der Anzug wohl nichts bringen wird – obwohl das Feld in 2 Startgruppen aufgeteilt wurde, war es so gut wie unmöglich, durch den See zu kommen, ohne sich mit anderen Schwimmern zu „prügeln“. Vor allem die Brustschwimmer verbrauchen sehr viel Platz, so dass mehr oder weniger „harte“ Berührungen bis auf  die letzten 200 m die Regel waren.  Dafür wieder um eine Erfahrung reicher: Man kann sich besser überschwimmen lassen, als selbst hinter jemandem her schwimmen zu müssen, an dem man nicht vorbeikommt.

Der Wechsel verlief ganz ohne Probleme, da das Rad sehr gut zu finden war – die gesamte Wechselzone war außen beflaggt worden, so dass ich mir nur die entsprechende Fahne und Reihe merken musste – das war bei 450 Fahrrädern in unserem Bereich sehr zeitsparend. Der Radabschnitt verlief richtig gut. Ich hatte von Anfang an einen für mich ungewohnt guten Tritt und kam sehr gut zurecht. Hatte in den letzten beiden Trainingseinheiten schon eine spürbare Steigerung der Leistung festgestellt, und dieses Mal konnte ich die Steigerung sehr gut umsetzen. Die Strecke war auch sehr angenehm zu fahren – einfach eine Runde ohne Anstiege mit langgezogenen Kurven. Hier hat mich der Nachteil des immens grossen Startefelds ereilt: Die Gefahr, des Windschattenfahrens verdächtigt zu werden. Natürlich nutzte ich den Schatten zum Ranfahren und Überholen, jedoch war ich sehr vorsichtig, weil schon im Vorfeld auf  die Strenge der Kampfrichter hingewiesen wurde. An einer Brücke ist es dann passiert: Mein Vorfahrer hat bei der Abfahrt der Brücke rollen lassen, während ich die Abfahrt genutzt habe. Als er sich umgedreht hat und das bemerkte, stieg er auch in die Pedalen. Just in diesem Moment kam auch schon das Motorrad mit den Kampfrichtern und hat uns beiden die Zeitstrafe für Verdacht auf Windschattenfahren von 1:00 Min.  aufgebrummt. Diese Zeitstrafe habe ich in der Penalty-Box am Ende der Radstrecke abgewartet, bevor es auf die Laufstrecke ging.

Durch die Zwangspause war ich schon ein wenig erholt, als es in den zweiten Wechsel ging, was sich durch eine sofortige Aufnahme der Renngeschwindigkeit bemerkbar machte. Die Laufstrecke ging kreuz und quer und hoch und runter durch einen Wald, am See entlang, wieder durch den Wald in verschiedenen Schleifen. Habe zu der Zeit jedoch gar nicht mehr auf die Kilometerzeiten geachtet und bin einfach gelaufen, wie es ging. Nach 1:21:27 h kam ich jetzt endlich mal im vorderen Feld als 115. von 428 gewerteten Starten ins Ziel und fühlte mich wirklich gut. Es geht aufwärts :-)

Fazit: Auf jeden Fall eine tolle Veranstaltung mit guter Organisation (Parkplätze, Einweiser usw.)

Hier gibt es noch einige Fotos von der Veranstaltung..

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