Hallo Freunde,
in diesem Jahr stand zum ersten Mal ein 8BarOnes – Racing Team am Start bei dem „Rund um Köln 60“ Rennen. Das Team hat sich dieses Mal aus Gunnar und mir (Holger) – beide auch schon beim MS-Giro 2010 für das 8BarOnes Team an den Start gegangen), sowie ein paar Radsportfreunde bestehend aus Manuel, Hanno, Johannes und Jan aus Köln zusammengesetzt. Das Rennen wird ja bekanntlich jedes Jahr am Ostermontag ausgetragen und ist somit das Eröffnungsrennen des German Cycling Cup. Der frühe Termin schreckt dabei normalerweise viele Radsportler ab, doch in diesem Jahr war es anders.
Der Winter war hart, die Trainingszeit knapp und die meisten von uns hatten noch nicht einmal 1000km in den Beinen. Aber der Ansturm war enorm und es hatten sich über 3650 Fahrer an den Start gestellt. Aber das war noch nicht alles, denn es herrschte eine hochsommerliche Temperatur. Nachdem wir uns um 10 Uhr morgens bei mir in Köln-Deutz unweit vom Startblock getroffen hatten, sind wir gemeinsam zum Start gefahren. So konnten wir uns schon mal etwas warm machen. Wir waren zwar pünktlich am Block B, jedoch war dieser schon fast komplett voll. Wir mussten uns also eher weiter hinten einreihen, was aber kein Problem war. Die Sonne hat uns dann allerdings 20 Minuten lang voll auf den Kopf geschienen. Mein Tacho zeigte 32°C in der Sonne an. Und das beim RuK, schon etwas ungewöhnlich nachdem es die letzten Jahre wettertechnisch immer etwas durchwachsen war und sogar mal abgesagt wurde wegen Schnee. Nachdem der Startschuss gefallen war und der Block A los fuhr setzten sich auch die anderen Startblöcke in Bewegung. Anders als beim Münsterland Giro gab es für die nachfolgenden Blöcke B – E einen fliegenden Start. Dadurch waren auf dem ersten, teilweise auch sehr engen Streckenteil sehr viele Fahrer auf der Strecke. Nach dem Start ging es direkt in den Rheinufertunnel und dann über die Mülheimer Brücke über den Rhein in Richtung Bergisches Land. Das Tempo war vom Start aus direkt sehr hoch, so ca. 45 km/h. Im Rheinufertunnel zeigte mein Tacho sogar über 50 km/h an. Auf der Brücke sind dann mehrere Fahrer gestürzt, wodurch ein kleiner Stau entstand und alle runtergebremst wurden. Hoffentlich ist da nichts Ernstes passiert, hab aber bis heute nichts Weiteres darüber gehört. Ich habe versucht direkt nach dem Start nach vorne zu fahren, was auch ganz gut und ohne Reibereien funktioniert hat. Richtung Bechen konnte ich mich einer sehr schnellen Gruppe anschließen. Etwas Sorgen hab ich mir da nur um meinen Puls gemacht. Der war bei jedem Blick auf die Uhr mindestens bei 170 HF. Nach Odenthal sind wir dann links Richtung Bechen abgebogen. An dieser Stelle war mir schon klar, dass der hohe Puls am Fuß des Anstiegs kein gutes Zeichen ist. Den drei Block A Fahrern aus der Gruppe konnte ich dann auch nicht folgen, aber dafür war ich wesentlich schneller oben als der Rest der Gruppe. Oben angekommen stand ich also zwischen zwei Gruppen. Ich habe mich dafür entschieden, zu versuchen in die Gruppe vor mir aufzuschließen. Das war natürlich die falsche Entscheidung. Bin dann von Bechen über Schanze und Spitze nach Sand komplett alleine gefahren. Ich hatte die ganze Zeit Blickkontakt zur Gruppe vor mir, das war höchsten 100m, aber ich konnte den Abstand nicht verkürzen. Das hat sehr viel Kraft gekostet. Kurz vor Sand wurde ich dann von der „alten Gruppe“ wieder eingeholt. Normalerweise sollte man sich auf der Abfahrt erholen für den nächsten kurzen, aber sehr steilen Anstieg nach Sand vorbereiten (siehe Höhenprofil). Dementsprechend hatte ich auch etwas Probleme und wurde gefühlt zigmal überholt. Oben angekommen war jedoch die Gruppe wieder zusammen und es ging über Bergisch Gladbach nach Bensberg. Der Kopfsteinpflasteranstieg zum Bensberger Schloss ging dann wieder erstaunlich gut. Das kann natürlich auch an den zahlreichen Zuschauern gelegen haben, die einen verbal den Hang hoch geprügelt haben. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür
. Ab Bensberg ging es dann über Forsbach zurück nach Köln. Ich hatte das Gefühl, dass ab Forsbach bei vielen die Luft schon etwas raus war. Hab dann ab der Kreuzung zur Kölner Straße viel Führungsarbeit geleistet. War aber auch OK, warum sollte ich noch Restenergie mit ins Ziel schleppen. Auf der Severinsbrücke ging es dann allerdings ab. Da wollten plötzlich alle nach vorne. Da gab es dann sogar Radgerangel, und es grenzte schon fast an ein Wunder das nichts passiert ist. Auf der Zielgeraden hab ich dann noch einen Sprint gegen einen aus der Gruppe verloren, mit dem ich mich auch oft im Wind abgewechselt hatte. War knapp, beim nächsten Mal zieh ich durch!
. Glücklicherweise sind auch alle anderen aus unserem Team ohne Blessuren ins Ziel gekommen. Für die meisten war es das erste Radrennen und alle waren sehr begeistert. Also, Münsterland Giro 2011, wir sind am Start!
Fazit:
Rundum gelungenes Rennen, welches meiner Meinung nach gut organisiert war. Das tolle Wetter hat den Rest dazu getan.
Höhenprofil und Team:
Ergebnisse im Detail:
| Platz | Zeit | ø km/h | |
| Holger |
382 |
01:46:58 |
38,20 |
| Gunnar |
535 |
01:48:55 |
37,51 |
| Manuel |
912 |
01:54:27 |
35,70 |
| Johannes |
978 |
01:55:57 |
35,24 |
| Jan |
1093 |
01:57:41 |
34,72 |
| Hanno |
1844 |
02:26:08 |
27,96 |
| Team |
61 |
07:26:18 |


Hey Holger,
Glückwunsch zum mehr als gelungenen Wettkampf! Und das am Anfang der Saison! Bin sehr gespannt, was in 2011 alles noch möglich ist. Toller Bericht, danke!